Darmkrebs
(Kolon- und Rektumkarzinom)
Eine der häufigsten, aber gut behandelbaren Krebserkrankungen
Darmkrebs ist eine bösartige Erkrankung der Darmschleimhaut, die meist im Dickdarm (Kolon) oder Enddarm (Rektum) entsteht.
Er entwickelt sich häufig aus gutartigen Vorstufen, sogenannten Darmpolypen, die sich über Jahre hinweg zu einem Karzinom verändern können.
Entstehung und Risikofaktoren
Zunächst bilden sich in der Schleimhaut kleine Wucherungen (Polypen).
Diese sind zunächst gutartig, können aber im Laufe der Zeit bösartig entarten.
Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen:
- Erbliche Veranlagung (familiäre Belastung oder genetische Syndrome)
- Ungesunde Ernährung (viel rotes Fleisch, wenig Ballaststoffe)
- Bewegungsmangel, Übergewicht, Rauchen und Alkoholkonsum
- Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
Aktuelle Zahlen und Häufigkeit (Stand 2024)
Darmkrebs gehört in Deutschland weiterhin zu den häufigsten Krebserkrankungen:
- Jährlich erkranken etwa 55.000 Menschen neu an Darmkrebs – davon rund 30.500 Männer und 24.500 Frauen.
- Das entspricht einer Neuerkrankungsrate von etwa 57,5 pro 100.000 Personen (Männer: 71,6 / Frauen: 45,8).
- Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 71 Jahren für Männer und 75 Jahren für Frauen.
- Jährlich sterben etwa 23.000 bis 25.000 Menschen an den Folgen der Erkrankung.
Darmkrebs ist damit:
• bei Männern die dritthäufigste,
• bei Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland.
Trotz dieser Zahlen ist die Sterblichkeit seit den 2000er Jahren deutlich gesunken – vor allem dank Früherkennung und moderner Therapien.
(Quellen: Robert Koch-Institut, Krebsinformationsdienst, Destatis, GBE-Bund, Journal Onko, Stand 2024)
Darmkrebs gehört in Deutschland weiterhin zu den häufigsten Krebserkrankungen:
- Jährlich erkranken etwa 55.000 Menschen neu an Darmkrebs – davon rund 30.500 Männer und 24.500 Frauen.
- Das entspricht einer Neuerkrankungsrate von etwa 57,5 pro 100.000 Personen (Männer: 71,6 / Frauen: 45,8).
- Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 71 Jahren für Männer und 75 Jahren für Frauen.
- Jährlich sterben etwa 23.000 bis 25.000 Menschen an den Folgen der Erkrankung.
Vorsorge rettet Leben
Da Darmkrebs langsam wächst und anfangs keine Symptome verursacht, ist die Vorsorgeuntersuchung entscheidend.
In Deutschland übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Vorsorge-Darmspiegelung (Koloskopie):
• für Männer ab 50 Jahren,
• für Frauen ab 55 Jahren.
Die Untersuchung kann Vorstufen (Polypen) direkt erkennen und sofort entfernen, bevor sie bösartig werden.
Trotzdem nehmen nur etwa 20 % der Anspruchsberechtigten die Vorsorge regelmäßig wahr.
Dabei ist sie die wirksamste Methode, um Darmkrebs zu verhindern oder in einem heilbaren Frühstadium zu entdecken.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Therapie richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung und wird interdisziplinär geplant.
- Im frühen Stadium kann der Tumor oft vollständig chirurgisch entfernt werden – meist mit sehr guter Heilungschance.
- In fortgeschrittenen Stadien wird die Behandlung durch Chemotherapie, Immuntherapie oder Strahlentherapie ergänzt.
- Bei lokal begrenzten Tumoren liegt die Heilungsrate heute bei über 90 %.
Durch die enge Zusammenarbeit von Chirurgie, Onkologie und Strahlentherapie sind auch bei fortgeschritteneren Erkrankungen Heilungen möglich.
Tipp aus der Praxis Dr. Koller:
„Eine Darmspiegelung dauert nur wenige Minuten, kann aber Ihr Leben retten.
Durch Früherkennung lässt sich Darmkrebs in den meisten Fällen vollständig verhindern.“