Feigwarzen
(Condylome)
Virusbedingte Hautveränderungen im Analbereich
Feigwarzen sind gutartige Hautveränderungen, die durch eine Infektion mit dem Humanen Papillomavirus (HPV) entstehen.
Die Viren werden durch direkten Haut- oder Schleimhautkontakt übertragen, meist beim Geschlechtsverkehr.
Aussehen und Symptome
Feigwarzen zeigen sich als kleine, weiche Knötchen von etwa 1–2 mm Größe, die einzeln oder in Gruppen auftreten können.
Sie finden sich häufig am Afterrand, manchmal auch im Analkanal selbst.
Typische Beschwerden sind:
- Juckreiz oder Brennen im Analbereich
- Blutspuren auf dem Toilettenpapier
- Mitunter Nässen oder ein Fremdkörpergefühl
Übertragung und Partneruntersuchung
Feigwarzen werden in den meisten Fällen sexuell übertragen.
Daher ist es wichtig, dass auch der Sexualpartner oder die Partnerin untersucht und gegebenenfalls mitbehandelt wird.
Während der Behandlungszeit sollte geschützter Geschlechtsverkehr mit Kondomen stattfinden, um eine gegenseitige Ansteckung zu vermeiden.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Therapie richtet sich nach Größe, Zahl und Lage der Feigwarzen:
- Kleine, oberflächliche Feigwarzen am Afterrand können häufig unter örtlicher Betäubung abgetragen werden.
- Größere oder tief im Analkanal liegende Condylome müssen meist operativ in Vollnarkose entfernt werden.
- Einzelne, sehr kleine Warzen lassen sich manchmal auch mit speziellen Medikamenten oder Cremes behandeln, die das Immunsystem anregen und die Viruszellen zerstören.
Wichtig nach der Behandlung
Da HPV-Viren lange in der Haut verbleiben können, sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen notwendig.
Auch nach einer erfolgreichen Entfernung können Feigwarzen wieder auftreten.
Eine gute Intimhygiene, Kondomgebrauch und die Behandlung des Partners sind entscheidend, um Rückfälle zu vermeiden.